Wie VR das Bauplanen und Konstruieren effektiver werden lässt

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Jeder weiß, egal wie groß oder klein ein Konstruktionsprojekt ist, jedes Projekt bringt unvorhersehbare Probleme während der Entwicklung mit sich. Sobald der Fehler erkannt wurde ist es oft schon zu spät, um etwas daran zu ändern, weil dies mit hohen Kosten und einem enormen Zeitaufwand verbunden wäre. Wie dem auch sei, viele Firmen arbeiten noch immer mit diesem herkömmlichen Problem, aber in einer ganz neuen, modernen Form: Virtual Reality.

Sie haben vermutlich schon davon gehört, dass Virtual Reality mittlerweile die Immobilienindustrie revolutioniert, aber es geht tatsächlich noch viel tiefer als das. Auch Architekturbüros und Konstruktionsagenturen verwenden bereits Virtual Reality, um neue Projekte direkt von Beginn an zu planen.

Die Visualisierung der Zukunft

Der amerikanische Konstruktionsgigant McCarthy Bauunternehmen ist schon seit 2012 in der Virtual Reality Welt unterwegs, nachdem er in sein eigenes Building Information Modeling (BIM), damit Nutzer bei dem Bau der Gebäude behilflich sein können. Wie zum Beispiel bei Projekten wie dem Bau eines Krankenhauses oder von Bürogebäuden. Seitdem hat es große Schritte im Bereich des Virtual Reality gegeben.

„Wir sind in einer Zeit angekommen, in der wir Drohnen herumfliegen lassen können, mit Lasern einen ganzen Bereich abscannen und dieses Modell schließlich in ein VR Headset hochladen können. Mithilfe eines Programmes können wir sogar in dieses Modell eintauchen und darin herumlaufen“, schwärmt Mike Oster Vizepräsident und CIO bei McCarthy.

Wegen der Macht der Virtual Reality, ist es möglich, dass Sie Menschen durch Gebäude führen und somit einen Job erfüllen können, bevor der Bau des Gebäudes überhaupt in den Startlöchern ist. Details wie der Platz an dem Mülleimer stehen werden, das exakte Layout eines Firmenbodens und sogar der Abstand zwischen den Tischen in einem Büro können mithilfe von 3D detailliert wiedergegeben und den Kunden vorab klar vorgezeigt werden. Damit können sich diese genau vorstellen, wie der Ort zukünftig aussehen wird. Mit traditionellem 2D Zeichnungen wäre das nicht möglich.

Seit dem Beginn der Nutzung dieser Technologie konnten Projekte schneller vorangebracht werden, es fand ein besserer Kundenkontakt statt und die letztendlichen Ergebnisse brachten eine höhere Zufriedenheit hervor. Kunden müssen sich nicht länger auf ihre Vorstellungskraft berufen und dies nimmt viel Spekulation vorweg.

Virtual Reality revolutioniert das Design

Computer zum Entwerfen von Gebäuden zu nutzen ist nicht direkt ein neues Konzept. Um genau zu sein wäre es sehr überraschend, wenn man derzeit noch hören würde, dass ein Gebäude heutzutage ohne einen Computer entwickelt worden wäre. Also wie ist Virtual Reality an dieser Stelle eingebunden um Verbesserungen zu erzielen?

Zum einen ist Virtual Reality sehr vielseitig. Wenn wir in unserem Schreibtischstuhl sitzen und auf einen Computerbildschirm starren erahnen wir noch lange nicht die Größe der Arbeit, die hinter dem Design steckt. Jetzt ist es mithilfe des Aufsetzten einer Virtual Reality Brille allerdings möglich in den Bearbeitungsprozess hineinzublicken. Damit ist es möglich einen besseren Eindruck davon zu bekommen, wie es ist, sich in dem zukünftigen Gebäude zu befinden.

Damit lässt sich beispielsweise herausfinden, ob sich die Atmosphäre in einer geplanten Cafeteria zu verkrampft anfühlt oder ob eine Arbeitsplatte zu weit oben oder zu weit unten angebracht wurde. Sie können sehen, wie Menschen durch den Raum gehen, um abschätzen zu können, wie es sich anfühlt sich in dem Bereich zu bewegen. Während der jüngsten Errichtung eines Krankenhauses in Los Angeles wurden Ärzte und Krankenschwestern dazu eingeladen an einer Virtual Reality Tour teilzunehmen, damit sie Feedback zu unterschiedlichen Ausstattungen von der Ausrichtung der Wände auf den Stationen bis hin zu der Gestaltung der Betten in der Intensivpflegestation geben konnten.

Solche Details sind beim bloßen Anschauen und Planen auf dem Computerbildschirm schwer auszumachen. Wenn potenzielle Schwachstellen schnell erkannt und umgesetzt werden können lassen sich kostspielige Fehler und Verspätungen im Vorhinein ausschließen.

Virtual Reality auf der Arbeit

Virtual und Augmented Reality verändern ebenfalls die Art, wie Konstruktionsteams an ihren Einsatzorten arbeiten. Bauunternehmer generell können bereits in der Phase des Designens mit eingebracht werden, damit Änderungen vorgenommen werden können, die später Probleme verursachen könnten. Damit werden kostspielige Veränderungen verhindert, die im Weiteren beim Konstruieren zu spät entdeckt und ausgebessert werden müssten.

Arbeiter an Einsatzorten können Augmented Reality dafür nutzen zukünftige Gebäude ein Rendering zu erstellen und dies in die fertige Umgebung einfügen, um zu sehen, wie es in der Realität passen würde. Beispielsweise ist es möglich, anstelle von aufwendigen Entwürfen und platten Bildern mithilfe einer einfachen Berührung des iPads herausfinden, ob eine Treppe in die angedachte Umgebung passen und wie diese dann aus allen Perspektiven heraus aussehen würde.

Arbeiter können Virtual Reality nicht nur dafür nutzen “durch Wände zu schauen” und sehen, wo Rohre und Kabel verlegt werden müssen, damit Unfälle verhindert werden können. Ausgrabungsteams können iPads dafür nutzen, um zu sehen, wie tief sie graben müssen. Zudem können Teams mithilfe von ausgedruckten Anweisungen wie ein Teil zusammengesetzt werden muss. Außerdem können sie vor potenziellen Risiken, die ihnen begegnen könnten, gewarnt werden.

Das ist erst der Anfang

Die Möglichkeiten für Virtual Reality stehen in der Konstruktionsindustrie noch ganz am Anfang. Virtual Reality kann bei Folgenden hilfreich sein:

• Vermeiden von kostspieligen Verspätungen der Konstruktionen durch direktes Erkennen von Problemen in der Phase des Entwerfens

• Projekte können pünktlich fertig gestellt werden, mithilfe der Koordination von Design und Konstruktionsteams.

• Verbesserung mithilfe der Interaktion der Kunden durch das Einbauen derer Wünsche, die sich visuell in Hochauflösung.

• Verbesserung von Leistungen und Sicherheit der Einsatzorte.

Frühnutzer wie beispielsweise McCarthy ernten bereits die Belohnungen für ihre ursprünglichen Investitionen. Mit jedem Tag, der vergeht wird VR mehr und mehr für das generelle Publikum zugänglich. Je mehr Unternehmen diese wirtschaftlich, lukrativen Technologie übernehmen, desto mehr neue Innovationen können zukünftig übernommen werden.