Augmented Reality wird die Sichtweise der Kunden auf Ihre Produkte revolutionieren

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Spätestens seitdem Mark Zuckerberg 2 Milliarden US-Dollar im Jahre 2014 in die Firma Oculus Rift investiert hat, konnte die breite Masse erahnen mit welchen riesigen, neuartigen Entwicklungsschritten sich die Virtual Reality bewegt. Wovon bislang jedoch nur wenige gehört haben ist Augmented Reality. Allerdings wird sie schneller Teil unseres Alltags sein als Sie vielleicht glauben mögen.

Was ist Augmented Reality und warum höre ich davon erst jetzt?

Augmented Reality ist die Vermischung des realen und des computergenrierten Bildes zu einem einzigen. Sie sind in der Lage vollständig computergenerierte Bildprojektionen in der physischen Realität zu erstellen, abzubilden und mit ihnen zu interagieren. Augmented Reality hat das Potential jeglichen Bereich zu revolutionieren, die Spielebranche, den Handel, die Medizin und die Erziehung. Also warum haben Sie noch nicht davon gehört?

Nun das liegt einzig und allein daran, dass die Technologie noch in ihren Kinderschuhen steckt. Die Idee hingegen existiert schon seit sehr langer Zeit. Mindestens seit den 70er Jahren, allerdings waren die Resultate der ersten Versuche mit den klobigen Maschinen nur wenig überzeugend. Einer der ersten Versuche wurden von der Firma Nintendo in den 90ern mit ihrem „Virtual Boy“, welcher aber an den Kassen floppte. Mit der ständigen, technologischen Weiterentwicklung über die Jahre entwickelten sich auch Anwendungen wie VR und AR weiter. So besitzt inzwischen fast jeder von uns ein Smartphone oder ein Tablet, die wir ständig mit uns führen. Mit ihnen ist es uns möglich erweiterte Realitäten zu schaffen, an die wir vor wenigen Jahren nicht einmal gedacht haben.

Wo liegt der Unterschied zwischen Virtual und Augmented Reality?

Die Virtuelle Realität ist ein komplett neues und intensives Erlebnis. Generell braucht der User dafür ein tragbares Headset welches ihm das Gefühl vermittelt in einer komplett neuen Umgebung zu sein, fernab der realen Welt. So lässt sich beispielsweise die Oberfläche des Mondes erkunden oder die Spitze des Mount Everests erklimmen und das alles, während Sie dabei im Wohnzimmer sitzen.

Augmented Reality hingegen vervollständigt lediglich das, was Sie in der realen Welt bereits umgibt. So benötigen Sie dafür meist nur ein Smartphone oder ein Tablet. Ein großteil des Geschehens findet dabei auf dem Bildschirm Ihres jeweiligen Gerätes statt, von dem ein kleiner Teil erweitert bzw. simuliert ist.

Stellen Sie sich nur einmal vor, Sie gehen durch ein Museum und betrachten ein T-Rex Skelett auf Ihrem Display. Besucher möchten nun wahrscheinlich wissen, wie der Dinosaurier ausgesehen haben könnte, als er noch lebte. Mit Augmented Reality können diese dann Ihr Smartphone auf das Skelett richten und die Knochen würden sich in einen komplett lebendigen Dinosaurier verwandeln. Die Besucher sind dann in der Lage, den T-Rex aus jedem Winkel zu betrachten und mit diesem interagieren, um noch mehr Informationen zu erhalten. Eventuell hören sie ihn sogar brüllen.

Welchen Einfluss hat Augmented Reality auf die Geschäftswelt?

Augmented Reality hat das Potential die Art und Weise, wie Kunden mit Produkten interagieren bzw. diese kaufen, zu verändern und Unternehmen fangen gerade erst an, dies zu ihrem Vorteil zu nutzen. Im Jahre 2013 veröffentlichte IKEA einen Katalog, der es den Kunden ermöglichte, virtuelle Möbel in ihre eigenen vier Wände zu stellen, um zu sehen, wie diese darin aussehen würden. Ähnliches tat auch Converse, indem das Unternehmen eine App veröffentlichte, die es dem Kunden ermöglicht, verschiedene Schuhmodelle anzuprobieren. Bei American Apparel kann dagegen die Farbe der Kleidung in den Läden virtuell gewechselt werden und Vespa erlaubt es seinen Kunden, ihren eigenen 3D Motorroller zu designen, der dann schon auf dem heimischen Schreibtisch umherfahren kann. Augmented Reality wird sogar bereits dafür eingesetzt, Menschen das Recycling näher zu bringen.

Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona stand alles im Zeichen von Augmented Reality. Qualcomm feierte Premiere mit ihrem  „Invisible Museum“, welches aus 5 Sockeln besteht, auf denen scheinbar nichts steht. Sobald jedoch ein Tablet auf einen der Sockel gerichtet wird, erwachen diese zum Leben. Dann ist es sogar möglich, mit denen Ausstellungsstücken zu interagieren, eine Tour durch Städte der Zukunft zu unternehmen oder Schach gegen einen virtuellen Mitspieler zu spielen.

Eine andere Abbildung nutzt Googles neues Projekt Tango. Diese Technologie erschafft einen virtuellen Showroom für Automobile. Indem der Nutzer ein Tablet benutzt, kann er ein Auto vor sich abbilden, welches er nach seinen Wünschen individuell gestalten kann. Die Türen des Fahrzeuges können geöffnet werden, sodass das Interieur besichtigt werden kann. Es ist sogar möglich, dass Armaturenbrett zu bedienen, um sich so mit den einzelnen Features des Autos vertraut machen zu können. Sogar die Hupe des Autos kann betätigt werden.

Mit den schier endlosen Möglichkeiten von AR, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie schon sehr bald überall um uns herum auftaucht. Der Konsument wird in der Lage sein, das gewünschte Produkt seinen Wünschen entsprechend anzupassen, es zu visualisieren und mit ihm zu interagieren und das alles von seinem Gerät aus. So kann der Kunde die gesamte Produktpalette von Autos, über Kleidungsstücke, bis hin zu Schmuck oder möbeln selber entwerfen, testen, teilen und schließlich kaufen ohne jemals dafür ein Geschäft betreten zu müssen. Dies wird die Art und Weise der Produktwahrnehmung vom Konsumenten grundlegend verändern.